Mittwoch, 30. August 2017


Neues und Aktuelles


Ein neues Semester voller Lernreisesitzungen ist vorüber und die letzten Vorbereitungen der Lernreise des Sommersemesters 2017 werden getroffen.

Die Donnerstagsgruppe der Universität Potsdam wird ihre Lernreise am 10. September
starten und

  • wichtige Ereignisse
  • schöne Erlebnisse
  • Daten und Fakten

auf diesen Blog mit euch
Lesern teilen.

*** Warum fahren wir auf Lernreise? ***


"Als ich vom Konzept der Lernreise gehört habe, dachte ich sofort, dass es wie für mich gemacht ist. Denn Schulen und Reisen sind zwei wichtige Aspekte in meinem Leben. Die Lernreise bietet mir somit die Möglichkeit mit einer Gruppe anderer Studenten und Studentinnen durch Deutschland zu reisen, mich mit ihnen auszutauschen und alternative sowie innovative Schulen kennenzulernen. Solch eine Chance bekommt man nicht so oft im Leben."
Aileen, Lehramt Sek I/II - Englisch, Geographie - Master

"Ich habe von ehemaligen Teilnehmern nur gutes über das Prinzip Lernreise gehört. Ich möchte es selbst miterleben und ich will sehen, wie Schule "besser" laufen kann und für meinen späteren Unterricht etwas davon mitnehmen."
Anja, Lehramt Sek I/II - Mathematik, Chemie - Master

"Mich hat besonders die Idee gereizt, sich in anderen Teilen Deutschlands Schulen und Schulkonzepte anzuschauen, die mir gänzlich unbekannt sind und mein Studium durch diese Erfahrungen zu bereichern. Dabei ist man dann zwei Wochen mit neuen Leuten unterwegs, mit denen man gemeinsam Erfahrungen sammelt, Spaß hat, sich und die anderen besser kennenlernt und neue Freunde findet."
Annika, Lehramt Primarstufe - Deutsch, Sport - Bachelor

"Am meisten freue ich mich darauf, inspirierende Schulkonzepte und Persönlichkeiten kennenzulernen. Wir werden auf unserer Lernreise immer wieder über den Tellerrand blicken und Lust auf Schule bekommen, da bin ich mir sicher.“
Debbi, Lehramt Sek I, Primarstufe - Englisch, Musik, Mathematik - Master

"Wann hat man schon einmal die Möglichkeit als unbekannte Person hinter die Kulissen einer Schule zu blicken, wenn man nicht gerade als Praktikant oder Referendar in einer Schule lehren darf? Erfahrungsgemäß gestaltet sich solch ein Vorhaben eher als schwierig, da Direktor und Schulamt verständlicherweise nicht sehr davon begeistert sind. Nun ergibt sich für uns endlich diese reizvolle Möglichkeit Institutionen zu besuchen, die in irgendeiner Weise unsere Aufmerksamkeit erlangt haben- sei es durch mediale Aufmerksamkeit, Mitgliedschaft in einem Schulnetz, den Erhalt eines Bildungspreises oder persönliche Erfahrungen einer Teilnehmerin bzw. eines Teilnehmers zu der Schule. "
Florian, Lehramt Sek I/II - Englisch, Sport - Master

"Die Schulpflicht als solche ist einzigartig in ihrem Einfluss, den sie auf das Leben jeder*s einzelnen ausübt. Deshalb ist es unglaublich wichtig, sich mit dem Rahmen, in dem sie ausgeführt wird, zu beschäftigen. Schulen und Bildung als (wichtigster?) Faktor für persönliche Entwicklung, Identitätsbildung, gesellschaftliches Zusammenleben, Fortschritt, Zufriedenheit. Ich befinde mich auf einer Entdeckungsreise von Ideen, die den Menschen in seiner Ganzheit, Vielfältigkeit und mit seinen Bedürfnissen betrachten und Vorstellungen davon entwickeln, was Lernen überhaupt ist, wie es stattfinden kann und wo es hinführen soll. Die Umsetzungen dieser Ideen sind so Mannigfaltig wie wohl der Mensch selbst. Ich möchte diese mit anderen interessierten und lieben Menschen diskutieren, mich inspirieren lassen und vielleicht irgendwann zu einer eigenen Vorstellung davon kommen, was "gute" Schule eigentlich ist und wie ich persönlich daran mitwirken kann eine solche Schule zu schaffen und zu gestalten, damit Lernen mehr ist als ein Erfüllen der Schulpflicht und jeder Mensch sich wohl fühlt.
Kaja, Lehramt Sek I/II - Politische Bildung, Deutsch - Bachelor

"Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen", schrieb Goethe einst. Unsere Reise beginnt nicht erst mit dem Aufbuch, sondern fängt beim Kennenlernen und gemeinsamen „Auf-die-Beine-stellen" an. Reizvoll für mich ist vor allem das gemeinschaftliche Erleben neuer Erfahrungen und Einblicke, die wir auf unserer Lernreise sammeln werden. Diese Idee bzw. dieses Konzept finde ich für angehende Lehrkräfte unglaublich inspirierend und motivierend, da man Schulkonzepte, die man sonst nur in den Vorlesungen theoretisch erläutert bekommt, auf der Reise praktisch umgesetzt erleben kann.
Laura, Lehramt Sek I/II - Spanisch, Deutsch - Bachelor

"In Zeiten des (medialen) Aufruhrs, der durch das deutsche Schulsystem kontinuierlich ausgelöst wird, möchte ich die beruhigende Gewissheit spüren, dass SCHULE und DEUTSCHLAND funktionieren kann - auf alternativen Wegen mit den verschiedensten Konzepten und Denkmustern. Die Chance, diese kennenzulernen, den eigenen Horizont zu erweitern und wertvolle Ideen, Skills und Erfahrungen für die spätere Schulpraxis zu sammeln, konnte ich mir nicht entgehen lassen" 
Lisa, Lehramt Sek I/II - Sport, Latein - Bachelor

"Die eigene Schulzeit, Praktika und Praxissemester- vieles lief gut, doch wirklich umgehauen wurde ich nicht. Es ist wie mit dem mysteriösen "Ernst des Lebens". Mit 6 Jahren fragten wir uns wahrscheinlich alle: Gibt es diesen Ernst wirklich? Wie wird er wohl sein?... Doch schnell wurde klar, dass diese Person nicht existiert, sondern das Ganze eher einer Redewendung entspricht. Ist es mit der "guten Schule" genau so? Oft haben wir davon in der Uni gehört, doch zu sehen war sie für mich nur in Ansätzen. Um auf diese Frage eventuell noch innerhalb meines Studiums eine Antwort zu finden, möchte ich den Schritt der Lernreise wagen. Ich möchte neue Erfahrungen sammeln, neue Schulkonzepte kennenlernen und mich in das aufregende Abenteuer begeben! Daher freue ich mich auf die bevorstehende Zeit und besonders, dass ich sie mit tollen Menschen erleben darf, die ähnliche Motivationen haben wie ich."
Melanie, Lehramt Sek I, Primarstufe - Biologie, Deutsch, Sachunterricht - Master

"Um ein guter Lehrer oder eine gute Lehrerin zu werden, ist es wichtig, sich nicht nur mit dem Unterricht oder dem Schulsystem zu beschäftigen. Dazwischen liegt die Schule, der Ort, an dem beides verknüpft und gelebt wird. Wie unterschiedlich dies geht, kann man nicht im Hörsaal sehen. Dafür braucht es eine Reise. Eine Lernreise. Das Prinzip Lernreise!"
Michelle, Lehramt Sek I/II - Russisch, Chemie - Bachelor

„In verstaubten Vorlesungssälen über Ergebnisse verschiedener Studien oder Schulleistungsuntersuchungen informiert werden, stellte den Großteil meiner erziehungswissenschaftlichen Ausbildung an der Universität dar. Ich will neben meiner eigenen Erfahrung und den Pflichtpraktika oder Schulpraktischen Studien aber gern mehr über den so abstrakt scheinenden Großbegriff „Schule“ erfahren, über den heutzutage immer wieder und überall diskutiert wird. Ich will mitreden und sagen können, dass ich mehr gesehen habe: andere Schulen in anderen Teilen Deutschlands, die möglicherweise ausgezeichnet wurden oder ganz andere Konzepte praktizieren.“ 
Paul, Lehramt Sek I/II - Geographie, Französisch - Master

"Ich bin der Meinung, dass man aus der Praxis und eigenen Erfahrungen am besten lernt. Die kann man jedoch nicht in Haus 5 bei der Vock-Vorlesung sammeln, sondern nur in richtigen Schulen mit unterschiedlichsten Konzepten, Menschen und Ideen. Vielfalt und Offenheit beeindrucken mich. Das hoffe ich im Prinzip Lernreise zu finden.Und ganz nebenbei wollte ich noch tolle neue Leute kennen lernen."
Reni, Lehramt Sek I/II - Biologie, Chemie - Bachelor

"Ich will sagen können: ich hab andere Konzepte gesehen, ich hab gute Schulen gesehen. Es funktioniert auch anders bzw. gerade deshalb"
Sonja, Lehramt Primarstufe - Mathematik, Deutsch - Bachelor

„Auf der Lernreise kann tatsächlich mal gelten: "viel bringt viel"
viele Reisenden = viel Spaß (und viel Organisation)
viele Schulen = viele verschiedene Einblicke (und viele Gespräche)
viele (Schulleiter-)Gespräche = viele Meinungen
viele Reflexionsrunden = viele Erkenntnisse
Prinzip Lernreise bedeutet für mich mit vielen Menschen in den Austausch zu gehen über unsere Zukunft. Wir schauen mit vielen Augen auf Unterricht und Einzelschulen. Wir schauen auf Möglichkeiten Bildung zu realisieren und lernen dabei von den Schulen aber auch von einander. Prinzip Lernreise bedeutet für mich Inspiration und Motivation.
Der Aspekt der Mensch- und Seelenbildung ist für mich dabei ebenso interessant wie die Organisationsstrukturen, um Kreativität, Individualität und Gesundheit zu gewährleisten, mit dem Ziel die eigentlich uns allen innewohnende Liebe zum Lernen beizubehalten.“
Ulrike, Lehramt Sek I/II -  Deutsch, Biologie - Master

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Lernwerkstatt - Sitzung 3 - 01.12.16

Gespannt begaben sich alle zur 3. Sitzung. Heute ging es endlich an die Organisation der Schulen! 
Zu Hause hat jeder aus Übersichten prämierter Bildungseinrichtungen, Netzwerken guter Schulen, Stiftungsseiten und ähnlichen Quellen zwei Schulen ausgewählt, die auf der persönlichen Favoritenliste für einen Lernreisebesuch ganz oben stehen. Doch bevor die Vorstellungen begonnen, beschäftigten wir uns in Gruppen mit gängigen Reformkonzepten. 
 Dazu zählte die Idee der Demokratische Schule, in der Schüler über fast alles selbst abstimmen und entscheiden, darunter Personaleinstellung und Schulbeginn. 
Die Waldorfpädagogik gehört zu den bekanntesten freien Biildungskonzepten, so durfte auch sie nicht fehlen. Von Eurythmie bis Epochenunterricht über individuelle Förderung und Wertschätzung wurde Steiners Pädagogik dem Rest der Gruppe vorgestellt. 
Zuletzt informierten wir uns über Montessoris Vorstellung gelungener Erziehung - über ansprechendes Material, freie Wahl des Raumes und des Materials und autonomen Arbeitsformen ganz nach dem Motto ¨Hilf mir, es selbst zu tun¨. 

Nach einer kleinen Pause folgte die Schulpräsentation. Jeder hatte pro Schule eine Minute Zeit, wobei eine A4 große Übersicht an der Tafel als Stütze diente, um bei 24 Schulen nicht vollkommen durcheinander zu kommen - das funktionierte so lala. Am Ende kam keiner umhin, sich Notizen zu machen, und eher das Bauchgefühl als wirklich überzeugende Argumantation fällte eine Entscheidung. Bis zum folgenden Sonntag sollte jeder auf Trello seine 6 Favoriten bestimmen, sodass engagierte Lernreisende vorher nochmal die Internetseiten wälzen konnten.


Weiter ging es mit der Verteilung der drei größten Hüte in der Vorbereitungsphase: Fundraising, Dokumentation und Schulkontakt. Die Aufteilung ging recht fix, sodass wir zufrieden in die erste Machen-statt-Quatschen-Etappe gehen konnten, um erste Ideen und Projekte aufzutauschen und in die Wege zu leiten. 
Der sich anschließende Energizer war nach diesen intensiven Phasen mehr als nötig. Diesmal oblag die Anleitung einem Teilnehmer und so war auch unsere Teamleitung ahnungslos. Ziel des kleinen Spiels war es, die Vorgaben des Ansagers zu befolgen, die zum Beispiel ¨Nur 6 Füße berühren den Boden¨ lautete. Klingt erstmal einfach. Ansagerin Anne übersprang nach dieser ersten Übungsrunde jedes weitere Training und kam direkt zum gefühlten Expertenlevel: ¨Nur 4 Füße berühren den Boden¨. Wir waren an diesem Tag 9 Personen, sodass es schon einigermaßen unmöglich schien, Folge zu leisten. Doch mit Huckepack und Handstand bewerkstelligten wir sowohl ¨4 Füße¨ als auch ¨3 Füße¨ und waren richtig stolz auf uns.

Zum Abschluss standen die Teamsitzung und eine Feedbackrunde auf dem Programm. Beim letzten Mal wurde ein weihnachtliches Schrottwichteln vorgeschlagen und mit dieser Sitzung auf den 15.12.um 20Uhr festgelegt. Außerdem war das Fundraisingteam schon voller Elan und plante Pätzchenverkäufe, Weihnachtsmarktauftritt und als individueller Beitrag die Teilnahme an den uniinternen Experimenten - ohne zu Schaden kommenden Menschen oder Tieren. Die Sitzung endete in produktiver Stimmung, wobei wir alle kaputt und zufrieden nach Hause gingen.